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Demokratie ist für alle da Im „Superwahljahr 2009“ setzt sich die Katholische junge Gemeinde für mehr Mitspracherechte von Kindern und Jugendlichen ein Altenberg/Köln. Auf ihrer Jahreskonferenz diskutierten und entschieden über hundert Jugendliche und junge Erwachsene über Aktionen und Positionen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Erzbistum Köln. Sie setzen sich mit kritischem Konsum auseinander und sprachen sich für mehr Kindermitbestimmung aus. Die Delegierten wählten mit sehr großer Mehrheit Benedict Martin und Tim Mertens zu ehrenamtlichen Diözesanleitern gemeinsam mit Katharina Schwellenbach und Lena Bloemacher bilden sie das neue Leitungsteam der KjG. „Dass meine eigene Jeans weiter gereist ist als ich, finde ich krass“, staunte die 20jährige Monika aus Wuppertal beim Studienteil „Kritischer Konsum“ der KjG-Jahreskonferenz. An zehn Stationen konnten die KjGlerinnen und KjGler verschiedene Produkte testen, sich über ihre Herkunft und Herstellung informieren und über die Macht der Konsumentinnen und Konsumenten diskutieren: Hilft der Boykott einzelner Marken? Schmeckt fair gehandelte Schokolade? Ist es im Alltag möglich, kritisch zu konsumieren? Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus; viele aber wollen ihr Kaufverhalten überprüfen und das ein oder andere Produkt meiden. In der politischen Debatte beschlossen die Delegierten, sich für mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den KjG-Pfarrgemeinden einzusetzen. Unter dem Motto „Lasst die Kinder zu mir kommen“ wurde ein Sachausschuss eingesetzt, der neue Methoden und Anregungen für die Kindermitbestimmung erarbeiten wird. „In der KjG können alle Kinder und Jugendlichen mitentscheiden. Wir wollen jedoch nicht nur demokratische Strukturen, wir wollen auch dafür sorgen, dass Kinder sich altersgemäß informieren und unabhängig eine Meinung bilden können“, erklärte Diözesanleiterin Katharina Schwellenbach. Dieser Einsatz sei besonders im „Superwahljahr 2009“ von Bedeutung. Für mehr Kinder- und Jugendmitbestimmung in der Kirche will sich auch Benedict Martin, neuer ehrenamtlicher Diözesanleiter der KjG, engagieren: „Als Mitglied des Pfarrgemeinderats habe ich erfahren, wie wichtig es ist, die KjG und die Anliegen der Jugendlichen in der Gemeinde zu vertreten“. Der 20jährige Jura-Student aus Neuss wurde mit sehr großer Mehrheit von den KjGlerinnen und KjGlern gewählt. Einstimmig wählten die Delegierten den 26jährigen Tim Mertens in das Leitungsgremium der KjG. Der Lehramtsstudent aus Solingen überzeugte die KjGlerinnen und KjGler durch seinen mitreißenden Idealismus und sein Vertrauen in die Kraft von Visionen. Er versprach, sich für die KjG verstärkt in Kirche und Politik einzumischen. Aus ihrem Amt der Diözesanleitung wurden Dr. Annette Müller und Dennis Birkholz verabschiedet. Dennis Birkholz kandidierte nach zwei Amtsjahren nicht mehr. Annette Müller war bereits im Sommer 2008 nach dreieinhalbjähriger Amtszeit von ihrem Amt zurückgetreten, um als Dozentin an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln zu habilitieren. Bei ihrer offiziellen Verabschiedung in Altenberg dankten die KjGlerinnen und KjGler ihr und Dennis Birkholz für die innovative, engagierte und erfolgreiche Arbeit. Pfarrer Dirk Bingener, Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln zeichnete Annette Müller und Dennis Birkholz mit der Silbernen Ehrennadel aus, der höchsten Auszeichnung, die der Dachverband im Erzbistum Köln verleihen kann. Und die Pfarrer Bingener, wie er schmunzelnd bemerkte, ohnehin schöner fände als eine goldene Ehrennadel. |