Aktuelle Informationen zum Umgang mit Corona

Durch die Corona-Pandemie gibt es weiterhin Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Derzeit dürfen einzelne Angebote der Jugendverbandsarbeit wieder in Präsenz durchgeführt werden. Auf dieser Seite findet ihr zahlreiche Informationen zu aktuellen Regelungen und Vorlagen für eure Arbeit vor Ort.

 

Hygienekonzept

Für eure Angebote müsst ihr ein Hygienekonzept erstellen und bei neuen Regelungen aktualisieren. Hier findet ihr ein Muster-Hygienekonzept für Ferienfreizeiten nach der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung von NRW. Darin sind sämtliche Maßnahmen ausführlich beschrieben. Ihr könnt es als Grundlage für euer eigenes Hygienekonzept nehmen und entsprechend auf euer Angebot hin anpassen.

Bestellschein für Masken und Schnelltests

Über die Diözesanstelle könnt ihr Masken und Schnelltests einkaufen. Hierfür braucht ihr nur den Bestellschein ausfüllen. Bestellungen sind verbindlich und bis einschließlich 16.06.2021 möglich. Hier kommt ihr zum Bestellschein.

Teilnahmebedingungen

Mit Blick auf Corona sind einige zusätzliche Teilnehmebedingungen, wie beispielsweise zur Durchführung von Schnelltests, notwendig. Eine coronaspezifische Ergänzung für Teilnehmebedingungen findet ihr hier

KJP-Förderungen

Welche Fristen müssen wir beachten? Was ist mit Ausfall- und Stornokosten? Wie können wir eine geringere Teilnehmendenzahl ausgleichen? Hier findet ihr Informationen zur KJP-Förderung in Corona-Zeiten. (Stand: 02.07.2021)

Wichtiger Hinweis: Die Förderung für Ferienfreizeiten wurde auf 8,00€ (pro Tag und förderfähiger Person) erhöht.

Finanzierung von Extra-Ausgaben

Durch die Bereitstellung von Infektionsschutzartikeln (Schnelltests, Maken, Desinfektionsmittel etc.) kommen zusätzlich Kosten auf euch zu. Um dies zu finanzieren könntet ihr beispielsweise örtliche Unternehmen um ein Sponsoring bitten. Dafür findet ihr hier eine Briefvorlage, die ihr für euch anpassen könnt.

Aktuelle Bestimmungen in NRW

Einen Überblick über die aktuellen Bestimmungen für NRW sowie weiterführende Links entsprechend der gültigen Coronaschutzverordnung vom 29. Juni findet ihr hier.(Stand: 01.07.2021)

Aktuelle Regelungen in Deutschland

Welche Regeln gelten wo? Einige Regelungen sind deutschlandweit einheitlich, andere unterscheiden sich je Bundesland. Allgemeine Infos und Links zu den jeweiligen Verordnungen der Bundesländer findet ihr hier. (Stand: 01.07.2021)

Reisen ins Ausland

Bei Freizeiten ins Ausland sind verschiedene Regelungen im Blick zu behalten. Eine Übersicht, welche Bestimmungen zu beachten sind und wo ihr Informationen über einzelnze Länder recherchieren könnt, findet ihr hier.

FAQ

Wir haben einige Fragen und die passenden Antworten darauf rund um Corona und KjG-Angebote für euch gesammelt (Stand: 02.07.2021).

 

Was bedeutet beaufsichtigter Selbsttest? Was müssen wir bei der Durchführung von Selbsttests im Rahmen unseres Angebots beachten?

Der Test wird von den Teilnehmenden selbst durchgeführt, muss jedoch von einer geschulten Person beaufsichtigt werden. Um Selbsttests anzuwenden müssen Leiter*innen also im Vorfeld des Angebots entsprechend geschult sein und die Schulung muss dokumentiert werden. Es gibt verschiedene Anbieter*innen von solchen Schulungen, aber auch ein Selbststudium mit passenden Schulungsvideos (verschidene Videos sind z.B. auf YouTube verfügbar) ist möglich. Bei der Testung dürfen sich mehrere Personen in einem Raum befinden, dabei gilt es Abstand zu halten und (außer zur Probenentnahme selbst) eine Maske zu tragen. Die aufsichtführende Person bestätigt das Ergebnis schriftlich, beispielsweise durch einen Vermerk auf einer Teilnehmendenliste. Die Ausstellung eines offiziellen Negativtestnachweises ist nicht möglich.

 

Müssen wir bei KjG-Angeboten nur §12 der Coronaschutzverordnung (Angebote der Kinder- und Jugendarbeit) beachten?

Nein, je nach Programm müssen auch andere Paragraphen beachtet werden. Weitere wichtige Paragraphen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind: §§ 4 bis 8, § 11, § 13, § 14, § 18, § 19, § 20.

 

Können wir eine Ferienfreizeit in den Sommerferien durchführen?

Ja! Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung vom Land NRW sind Ferienfreizeiten erlaubt, wenn die 7-Tage-Inzidenz bei höchstens 100 liegt. Welche Bestimmungen für einzelne Angebote gelten ist von der jeweiligen Inzidenzstufe abhängig. Stufe 1 gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35. Stufe 2 gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 35, aber höchstens 50. Stufe 3 gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 50, aber höchstens 100. Eine Aufschlüsselung der verschiedenen Bestimmungen nach Angebotsform und der jeweiligen Inzidenzstufe hat der BDKJ. Bei Freizeiten mit einem Zielort außerhalb von NRW sind die Regelungen vor Ort zu beachten. Mit Blick auf die aktuellen Inzidenzwerte und neuen Bestimmungen sowie die wachsende Zahl an Geimpften, kann derzeit durchaus optimistisch für die Sommerferien geplant werden. Eine komplette Sicherheit gibt es dennoch nicht. Eine negative Veränderung der Situation ist möglich, was ggf. zu einer Absage führen könnte.  

 

Wo kann eine Freizeit stattfinden? Welche Regeln gelten wo?

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung vom Land NRW sind Ferienfreizeiten erlaubt, wenn die 7-Tage-Inzidenz bei höchstens 100 liegt. Neben den Regelungen von NRW sind immer auch die Regeln vor Ort zu beachten. Ob an eurem Zielort die Durchführung einer Ferienfreizeit erlaubt ist, muss den jeweiligen dort geltenden Verordnungen entnommen werden. Eine Übersicht mit Tipps und Links zu entsprechenden Internetseiten findet ihr unter „Aktuelle Regelungen in Deutschland“ und „Reisen ins Ausland“. Ihr könnt euch selbst natürlich strengere Bestimmungen als offiziell vorgeschrieben auferlegen. (Solange ihr als Gruppe in einer eigenen Unterkunft mit Selbstversorgung unter euch bleibt, könnt ihr abweichende Regeln im Hygienekonzept festschreiben. Erst in der Öffentlichkeit bzw. im Kontakt mit anderen sind die örtlichen Bestimmungen bindend.)

 

Wo finden wir aktuelle Regelungen und Verordnungen (Heimatgebiet und Reiseziel)?

In unseren Dokumenten auf der Webseite haben wir verschiedene Informationen und Links zusammengestellt. Die Reglungen für NRW werden wir regelmäßig aktualisieren. Über größere Neuerungen werden wir außerdem über den KjG-Broadcast informieren. Die aktuelle Coronaschutzverordnung findet ihr immer hier: FAQ zum Coronavirus | Das Landesportal Wir in NRW

 

Gibt es Vorschriften vom Erzbistum, an die wir uns halten müssen?

Als KjG sind wir grundsätzlich eigenständig und damit nicht an Vorschriften des Erzbistums gebunden. Derzeit wissen wir jedoch auch von keinen speziellen Regelungen. Wenn Räume der Gemeinde genutzt werden, sind die Regeln diesbezüglich allerdings zu beachten bzw. abzusprechen.

 

Wie gehen wir mit Ungewissheit und Unsicherheit um?

Am wichtigsten ist eine offene und ehrliche Kommunikation. Dies gilt für euch innerhalb des Teams als auch gegenüber Eltern. Beachtet hierbei den Grundsatz, dass sich alle wohlfühlen sollen. Beratet Fragen und Unsicherheiten gemeinsam. Fragt gerne auch Unterstützung in der Diözesanstelle an (die Diözesanleitungen, die Referent*innen und das Team to go helfen gerne). Letztlich muss die Pfarrleitung bzw. die Lagerleitung Entscheidungen treffen. Eine gewisse Unsicherheit kennt ihr bestimmt auch aus anderen Situationen (auch ohne Corona kommt das vor).

 

Mit wie vielen Menschen dürfen wir eine Freizeit durchführen?

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung von NRW sind Ferienfreizeiten ohne Teilnehmer*innenbegrenzungen erlaubt. Nehmen mehr als 50 Personen (inkl. Leiter*innen) an der Freizeit teil, müssen die Teilnehmenden (inkl. Leiter*innen) in Bezugsgruppen von 25 Personen aufgeteilt werden.

Update (01.07.2021): In Stufe 1 sind auch mehr als 50 TN ohne Bezugsgruppen möglich. Dann muss zusätzlich zur zweimal wöchentlichen Testung auch am
Tag der Rückreise ein Test durchgeführt werden.

 

Muss es zwingend feste Bezugsgruppen geben?

Wenn die Anzahl an Teilnehmenden höher ist als 50 müssen laut aktueller Coronaschutzverordnung von NRW die Teilnehmenden (inkl. Leiter*innen) in feste Gruppen von 25 Personen unterteilt werden. Die Gruppen sind weitestgehend voneinander zu separieren. Die An-/Abreise von 2 Bezugsgruppen in einem Bus ist möglich.

Update (01.07.2021): In Stufe 1 sind auch mehr als 50 TN ohne Bezugsgruppen möglich. Dann muss zusätzlich zur zweimal wöchentlichen Testung auch am
Tag der Rückreise ein Test durchgeführt werden.

 

Welche Regelungen gibt es für die Raumnutzung (z.B. Personen pro Quadratmeter)?

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung von NRW sind Angebote in geschlossenen Räumen für 10 TN + Leiter*innen (Inzidenzstufe 3), 20 TN + Leiter*innen (Inzidenzstufe 2) bzw. 30 TN + Leiter*innen (Inzidenzstufe 1) erlaubt. In Inzidenzstufe 3 ist dabei immer eine medizinische Maske (OP-Maske) zu tragen, wenn mehr als 5 Personen anwesend sind. In Inzidenzstufe 2 und 1 ist eine medizinische Maske zu tragen, wenn mehr als 20 Personen gleichzeitig anwesend sind, sowie auf Ferienfreizeiten bei mehr als 25 Personen.

Erfragt im Vorfeld ob in euer Unterkuft entsprechende Pläne bzw. Regelungen zur Raumnutzung vorliegen, damit ihr diese ggf. berücksichtigen könnt. Bei Regelungen der Personenzahl nach Quadratmetern sind immer auch Geimpfte/ Genesene mitzuzählen. Wenn es im Ausland keine entsprechenden Regeln vor Ort gibt, orientiert euch an den deutschen Vorgaben.

 

Was muss da Haus bieten, in das wir fahren (Hygienekonzept, Anzahl Duschräume/Toiletten etc.)?

Es gibt keine Vorgaben zur Anzahl an Duschräumen/Toiletten etc. Das Haus trägt eine gewisse Verantwortung, wenn es für Gäste geöffnet ist. Es sollte über ein Hygienekonzept verfügen und Sorge für die regelmäßige Reinigung (vor allem des Sanitärbereichs) tragen. Bei einem Selbstversorgungshaus müsst ihr die Verantwortung für die Reinigung übernehmen.

 

Dürfen wir selbst kochen?

Ja, allerdings unter strengen Hygieneregelungen. Wer Essen zubereiten will, braucht eine Hygiene-Belehrung nach §43 Infektionsschutzgesetz. Die Belehrung wird vom örtlichen Gesundheitsamt durchgeführt. Zu beachten ist insbesondere das Tragen von Handschuhen beim Umgang mit Lebensmitteln (auch beim Grillen).

Während Corona sollte das Küchenteam auch stets eine medizinische Maske (OP-Maske) oder höherwertige Masken (FFP2-Maske) tragen. Weitere Empfehlungen findet ihr im Muster-Hygienekonzept. Auch gemeinsames Kochen mit den Teilnehmenden ist möglich.

 

Sind Dixi-Toiletten hygienisch genug?

Dixi-Toiletten können genutzt werden. Es muss aber zwingend eine Möglichkeit zum Händewaschen eingerichtet werden. Die Toilette sollte außerdem möglichst regelmäßig gelüftet werden.

 

Wie sind Bestimmungen für Reisen im Reisebus?

Die An-/Abreise der Ferienfreizeit kann gemeinsam im Reisebus erfolgen. Bei einer Einteilung in Bezugsgruppen ist die gemeinsame Fahrt von zwei Gruppen in einem Bus möglich. Während der Fahrt muss eine medizinische Maske getragen werden.

Bei einer Fahrt außerhalb von NRW, auch wenn es sich lediglich um eine Durchfahrt handelt, sind auch die Regelungen vor Ort zu beachten. Fragt am besten konkret bei eurem Busunternehmen nach und bleibt dazu in Kontakt.

 

Wie finanzieren wir Stornokosten?

Stornokosten können als Kosten der Maßnahme im Rahmen der KJP-Förderung eingereicht werden. Genauere Infos könnt ihr dem Dokument „KJP-Förderung in Corona-Zeiten“ auf unserer Homepage entnehmen.

 

Wie finanzieren wir Mehraufwand für geringere TN-Zahl?

Bei Corona bedingter Reduzierung der TN-Zahl besteht die Möglichkeit einer erhöhten KJP-Förderung. Genauere Infos könnt ihr dem Dokument „KJP-Förderung in Corona-Zeiten“ auf unserer Homepage entnehmen.

 

Wie finanzieren wir Tests und Extra-Ausgaben für Infektionsschutz?

Tests und Infektionsschutzartikel können als Kosten der Maßnahme im Rahmen der KJP-Förderung eingereicht werden. Es gibt jedoch keine zusätzliche Finanzierung über den gültigen Fördersatz hinaus. Macht euch frühzeitig Gedanken über Finanzierung. Eine Möglichkeit kann es sein bei den Eltern zusätzliches Geld dafür einzusammeln bzw. den Teilnahmebeitrag zu erhöhen. Ihr könntet auch Spenden dafür sammeln, z.B. in der Gemeinde, oder beispielsweise Firmen um ein Sponsoring bitten. Einen Brief-Entwurf für Sponsoring-Anfragen findet ihr auf der Webseite. Schaut außerdem welche Möglichkeiten ihr habt, die kostenlosen Bürger*innentests zu nutzen. Für Teilnehmende von Tagesveranstaltungen solltet ihr den Nachweis eines negativen Testergebnisses voraussetzen.

Update (02.07.2021): Zur Finanzierung von Extra-Ausgaben wurde die Förderung von Ferienfreizeiten auf 8,00€ (pro Tag und förderfähiger Person) erhöht.

 

Was passiert, wenn keine Zuschüsse beantragt wurden?

Die Beantragungsfrist für Ferienfreizeiten wurde 2021 auf eine Woche vor dem Start der Veranstaltung verkürzt. Aufgrund der aktuellen Situation ist es also möglich, auch kurzfristig noch Anträge zu stellen. Falls auch diese Frist verstrichen ist, könnt ihr trotzdem versuchen, Kosten für eine KJP-Förderung im Nachhinein einzureichen. Falls noch Geld übrig ist, könntet ihr eventuell trotzdem eine Förderung bekommen.

 

An wen kann ich mich wenden? Wo bekomme ich Hilfe zu finanziellen Fragen?

Bei Fragen rund um die KJP-Förderung wendet euch am besten direkt an Michaela Knauf vom BDKJ DV Köln (kjp@bdkj-dv-koeln.de)

Bei weiteren finanziellen Fragen, beispielsweise zur Kalkulation der Kosten, wendet euch an Claudia Gerlach aus der KjG-Diözesanstelle (claudia.gerlach@kjg-koeln.de)

 

Welche Infos benötigen Eltern/ Erziehungsberechtigte?

Ihr solltet die Eltern/ Erziehungsberechtigten möglichst umfassend informieren, damit sie sich weniger Sorgen machen. Anbieten würde sich dazu ein Brief/eine Mail, weil der gut an alle zu verschicken ist und sie es dann auch nochmal nachlesen können. Beschreibt darin welche Regelungen ihr aufgestellt habt und wie die Situation vor Ort aussieht (z.B. Infos zur Unterbringung und Programmplanung). An den Brief könnt ihr euer Hygienekonzept anhängen. Dort ist ja alles ausführlich beschrieben und die Eltern/Erziehungsberechtigten sehen, dass ihr euch intensiv damit beschäftigt habt. Außerdem solltet ihr deutlich auf die Teilnahmebedingungen hinweisen. Die Eltern/ Erziehungsberechtigten müssen wissen und damit einverstanden sein, dass die Kinder vor Ort Selbsttests durchführen müssen und das Kind im Falle eines positiven Ergebnisses abgeholt werden muss. Es sollte deutlich werden, dass trotz aller Maßnahmen immer ein Restrisiko besteht. Das müssen die Eltern/ Erziehungsberechtigten akzeptieren und mittragen, sonst sollte ihr Kind nicht mitfahren.

 

Welche Haftungsrisiken bestehen? Drohen rechtliche Konsequenzen bei einem Corona-Ausbruch?

Wenn ihr euch an die Regelungen in eurem Hygienekonzept haltet und nicht vorsätzlich gehandelt habt, sind in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen zu erwarten. Wichtig ist eine gute Kommunikation mit den Eltern/Erziehungsberechtigten im Vorhinein, damit sie wissen, wie ihr die Ferienfreizeit pandemiekonform gestaltet. Sollte euch mit rechtlichen Konsequenzen gedroht werden oder sogar eine Anzeige erstattet werden, meldet euch am besten bei uns.

 

Dürfen Kinder ausgeschlossen werden, wenn der Test verweigert wird?

Die regelmäßige Testung ist derzeit das zentrale Instrument, damit Angebote stattfinden können. In allen drei Inzidenzstufen ist zu Beginn der Freizeit ein negatives Testergebnis nachzuweisen und zweimal wöchentlich ein Selbsttest durchzuführen. Dass diese Tests Bedingung zur Teilnahme sind und es im Fall der Verweigerung zum Ausschluss des Kindes kommt, solltet ihr in euren Teilnahmebedingungen deutlich machen. Auf unserer Webseite findet ihr hierfür ein Dokument mit entsprechenden Ergänzungen. Wenn ihr eure Teilnahmebedingungen nachträglich anpasst, müssen die Eltern diesen zustimmen bzw. müsst ihr auf die Änderungen hinweisen und ausreichend Zeit zum Widerspruch einräumen.

 

Gelten Geimpfte überall als negativ getestet?

Geimpfte und genesene Personen gelten deutschlandweit als negativ getestet. Dies wurde am 4. Mai 2021 in einer Verordnung geregelt. Sie sind allerdings nur von der Testung befreit. Sie müssen weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Abstand halten. Ob es in anderen Ländern ähnliche Regelungen gibt, müsst ihr im Einzelfall recherchieren. 

 

Müssen wir unsere Teilnahmebedingungen an Corona-Regelungen anpassen?

Ja, die geänderten Bedingungen sollten auch in eure Teilnahmebedingungen aufgenommen werden. Wenn ihr eure Teilnahmebedingungen nachträglich anpasst, müssen die Eltern diesen zustimmen. Es ist auch ausreichend, wenn ihr auf die Änderungen hinweist und ausreichend Zeit zum Widerspruch einräumt. Besonders die Verpflichtung zur Durchführung von Selbsttest und die ggf. erforderliche Abholung des Kindes (bei Testverweigerung oder positivem Testergebnis) sollten enthalten sein. Auf unserer Webseite findet ihr hierfür ein Dokument mir entsprechenden Ergänzungen.

 

Wo regeln wir, dass bei Tagesaktionen keine Kinder aus Haushalten teilnehmen dürfen, in denen jemand positiv getestet wurde?

Das solltet ihr in euren Teilnahmebedingungen regeln. Diese müssen den Eltern im Vorfeld bekannt sein. Wenn ihr eure Teilnahmebedingungen nachträglich anpasst, müssen die Eltern diesen zustimmen. Es ist auch ausreichend, wenn ihr auf die Änderungen hinweist und ausreichend Zeit zum Widerspruch einräumt. Ein Musterformular für die Ergänzung der Teilnahmebedingungen findet ihr auf unserer Webseite.

 

Was passiert, wenn sich während der Freizeit Regelungen vor Ort oder für die Rückreise ändern?

Es kann leider immer passieren, dass sich die Regelungen kurzfristig ändern. Schaut vorher ob es einen festgelegten Zeitrahmen für die aktuellen Regelungen gibt bzw. für ein bestimmtes Datum neue Regelungen angekündigt werden, dass im Zeitraum eurer Freizeit liegt. Zusätzlich solltet ihr aufmerksam für Nachrichten sein (z.B. regelmäßig Radio hören). Bei einer Freizeit im Ausland solltet ihr vor der Rückreise auf jeden Fall erneut die aktuellen Einreisebedingungen für Deutschland checken. Hierzu findet ihr Infos und Links im Dokument „Reisen ins Ausland“ auf unserer Webseite. Die Eltern müssen informiert sein, dass kurzfristige Änderungen passieren können und bereit sein, ihre Kinder im Zweifel abzuholen.

 

Welche Informationspflicht gibt es gegenüber (örtlichen) Behörden? Was muss angemeldet werden?

Eine gesonderte Genehmigung von Angeboten durch zuständige Ordnungs- oder Gesundheitsbehörden ist nur bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 notwendig, dann sind jedoch auch Freizeiten nicht mehr erlaubt. Eine Genehmigungspflicht für Hygienekonzepte gibt es nicht. Zur Information und Beratung könnt ihr euch aber natürlich trotzdem an euer Gesundheitsamt oder Jugendamt wenden.

 

Welche Alternativen gibt es zur Ferienfreizeit?

Eine gute Alternative zur Ferienfreizeit sind Tagesaktionen ohne Übernachtung vor Ort. Eure Planungssicherheit ist in diesem Fall höher, gewisse Risiken werden minimiert und die Durchführung teilweise erleichtert. Wenn ihr z.B. die Vorlage eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses zur Teilnahme voraussetzt, müssen die Eltern sich um den Test kümmern und können dafür die kostenlosen Bürger*innentests nutzen. Tagesaktionen ohne Übernachtung werden innerhalb der Schulferien analog zu Ferienfreizeiten über KJP gefördert. Weitere Infos dazu findet ihr im Dokument „KJP-Förderung in Corona-Zeiten“ auf unserer Webseite. Anregungen fürs Programm (z.B. kontaktarme Spiele) findet ihr auf unserem Padlet.

 

Besteht eine Testpflicht? Bürgertest vs. Selbsttest vor Ort?

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung von NRW ist die Durchführung von Angeboten weitestgehend an eine Testpflicht gekoppelt. Zu Beginn eines Angebots sollte von allen Teilnehmenden ein Negativtestnachweis vorgelegt werden, den man im Zuge des Bürger*innentests erhält. Während einer Freizeit muss zusätzlich zweimal wöchentlich ein Test durchgeführt werden. Dies kann in einem Testzentrum geschehen oder auch durch einen beaufsichtigten Selbsttest vor Ort. Eine gute Übersicht zur jeweiligen Testpflicht bei verschiedenen Angebotsformen findet ihr beim BDKJ.

 

Wo bekommen wir Tests her?

Tests können im Internet bestellt oder in Supermärkten, Drogerien und Apotheken gekauft werden. Es gibt inzwischen zahlreiche Angebote zu günstigen Preisen.

 

Wie Formulieren wir, dass nur Negativ-Getestete mitfahren dürfen?

Das solltet ihr in euren Teilnahmebedingungen aufführen. Auf unserer Webseite findet ihr ein Dokument für entsprechende Ergänzungen.

 

Wie werden Tests durchgeführt? Welche Teststrategie wird empfohlen?

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung von NRW sind die Vorlage eines Negativtestnachweises vor Beginn der Veranstaltung sowie eine zweimal wöchentliche Testung im Rahmen einer Freizeit mit Übernachtung vorgeschrieben. Eine entsprechende Teststrategie sollte Teil eures Hygienekonzepts sein. Für ein solches Konzept inklusive Teststrategie findet ihr einen Muster-Entwurf auf unserer Webseite.

 

Wollen wir die Tests selber durchführen lassen oder zentral von Leiter*innen?

Ein Selbsttest muss (unter Aufsicht) immer selbst von den Kindern durchgeführt werden. Die Durchführung von Tests bei anderen Personen darf ausschließlich durch geschultes Personal erfolgen.

 

Müssen wir bei Aktionen ohne Übernachtung tägliche testen?

Die Anzahl der Tests ist hauptsächlich davon abhängig, ob es sich um eine feste Gruppe oder um wechslende Teilnehmende handelt. Bei Angeboten ohne Übernachtung solltet ihr am besten die Vorlage eines Negativtestnachweises, den man beim kostenlosen Bürger*innentest bekommt, für die Teilnahme voraussetzen

Update (01.07.2021):

Bei eintägigen Angeboten gilt:Testpflicht für alle vor Beginn des Angebots.
Bei mehrtägigen Angeboten mit wechselnden Gruppen gilt: Test am ersten Tag vor Beginn des Angebots, dann jeden dritten Tag.
Bei mehrtägigen Angeboten innerhalb einer festen Gruppe gilt: Test am ersten Tag vor Beginn des Angebots, dann spätestens nach sieben Tagen erneut.

 

Muss das Hygienekonzept irgendwo vorgelegt oder von Teilnehmer*innen und Erziehungsberechtigten unterschrieben werden?

Bisher ist uns keine Genehmigungspflicht von Hygienekonzepten bei Maßnahmen der Jugendverbandsarbeit bekannt. Ihr könnt euer Konzept aber trotzdem zur Information und Beratung an euer Gesundheitsamt bzw. Jugendamt senden. Bezüglich Unterschriften von Eltern/TN gibt es bisher keine sichere Information. Im letzten Jahr mussten die Erziehungsberechtigten den durch das Land Nordrhein-Westfalen vorgeschriebenen Regelungen zustimmen. Wir können uns vorstellen, dass es in diesem Jahr eine ähnliche Regelung gibt. Am besten verschickt ihr das Hygienekonzept gemeinsam mit den Teilnahmebedingungen und lasst beides von den Eltern bestätigen. 

 

Wie soll das Hygienekonzept aussehen?

Es gibt Vorlagen zur Orientierung, die ihr für euch und eure Situation anpassen könnt. Ein Muster-Hygienekonzept inklusive Teststrategie findet ihr auf unserer Webseite.

 

Wer ist verantwortlich für unser Hygienekonzept?

Als Pfarr- bzw. Lagerleitung seid ihr dafür verantwortlich ein Hygienekonzept zu erstellen. Es sollte mit dem gesamten Team ausführlich besprochen und zur Information bzw. Bestätigung an die Teilnehmenden/Eltern weitergegeben werden. Eine Pflicht zur Genehmigung ist uns derzeit nicht bekannt.

 

Welchen Einfluss hat Raum-/Hygienekonzept der Räumlichkeit auf eigenes Veranstaltungskonzept?

Es sind immer die Bestimmungen vor Ort zu beachten. Wenn das Haus strengere Regeln vorsieht, müsst ihr euch daranhalten. Sind die Regeln des Hauses nicht so streng, wie ihr sie selber festlegt bzw. in eurem Hygienekonzept beschreibt, könnt ihr eure strengeren Regeln natürlich trotzdem anwenden. Ihr solltet auf jeden Fall im Vorfeld die geltenden Regeln vor Ort erfragen, dann könnt ihr diese bei eurer Planung direkt berücksichtigen.

 

Wie steht es um Umgang mit Außenkontakten (Besuche, Überfall etc.) Kann man Ausflüge machen oder sollte man sich besser als Gruppe isolieren?

Auf Außenkontakte solltet ihr möglichst verzichten. Besuche von weiteren Personen sollten nicht stattfinden. Am besten ist es, sich als Gruppe weitestgehend zu isolieren und unter sich zu bleiben. Ausflüge sind möglich, wenn man nur innerhalb der Bezugsgruppe/ Lagergemeinschaft unterwegs ist (z.B. Wanderungen, Radtouren etc.). Schwimmbadbesuche und öffentliche Orte mit hohem Kontakt zu externen Personen sollten vermieden werden.

Ausführliche Empfehlungen zum Verhalten auf der Freizeit findet ihr im Muster-Hygienekonzept auf unserer Webseite.

 

Wie verhalten wir uns im Lager?

Zum Verhalten im Lager sind die geltenden Bestimmungen der Coronaschutzverordnung beachten. Außerdem solltet ihr immer darauf achten, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen. Grundsätzlich sollten regelmäßiges Händewaschen bzw. –desinfizieren, die Husten- und Nies-Etikette, das Abstandhalten sowie das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen beachtet werden. Die Verhaltensregeln sind in eurem Hygienekonzept festzuhalten. Ausführliche Empfehlungen zum Verhalten auf der Freizeit findet ihr im Muster-Hygienekonzept auf unserer Webseite. Dieses könnt ihr für eurer Lager anpassen.

 

Gelten Abstandsregeln auch bei Bezugsgruppen und regelmäßigen Tests?

Ihr solltet möglichst immer darauf achten, dass ein gewisser Abstand eingehalten werden kann. Auch über die geltenden Corona-Regelungen hinaus hat sich das Nähe-Distanz-Gefühl vieler Menschen in den letzten Monaten verändert. Das sollte beachtet werden, damit sich alle wohlfühlen. Regelmäßige Tests heben die Abstandsregeln nicht auf. In festen Bezugsgruppen kann der Mindestabstand jedoch entfallen.

 

Wie können wir Umwelt und Hygiene vereinbaren (muss alles zwingend einzeln verpackt sein? Gibt es “Zwischenlösungen? Essensausgabe?)?

Durch Hygienevorschriften entsteht in einigen Bereichen leider mehr Müll. Da es sich dabei jedoch um Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligen handelt, solltet ihr dabei nicht zu streng mit euch ins Gericht gehen. Alles zwingend einzeln zu verpacken ist jedoch nicht notwendig. Wichtig ist das Waschen bzw. Desinfizieren der Hände vor den Mahlzeiten und die Essensausgabe durch Leiter*innen mit medizinischer Maske. Weitere Empfehlungen bzw. Regelungen zum Verhalten findet ihr in unserem Muster-Hygienekonzept auf der Webseite. 

 

Wie reagieren wir auf Symptome, die typisch für Covid-19 sind?

Wenn mindestens eins der typischen Symptome auftritt, liegt ein Verdachtsfall vor. Bei der betreffenden Person sollte sofort ein Schnelltest durchgeführt werden. Ist dieser negativ, kann eine Infektion weitestgehend ausgeschlossen werden. Ist er positiv, wird die Person sofort isoliert und ein zweiter Test durchgeführt. Ausführliche Handlungsempfehlungen zu Symptomen und positiven Testergebnissen findet ihr im Muster-Hygienekonzept auf unserer Webseite.

 

Wie reagieren wir auf einen positiven Test?

Bei einem positiven Testergebnis wird die betreffende Person sofort isoliert und der Schnelltest wird sofort wiederholt (es kann vorkommen, dass er fälschlicherweise positiv ist). Ist auch der zweite Schnelltest positiv, wird das Gesundheitsamt verständigt und ein PCR-Test eingeleitet.

Ausführliche Handlungsempfehlungen zu positiven Testergebnissen findet ihr im Muster-Hygienekonzept auf unserer Webseite.